Asklepios Lungenklinik Gauting

Tracheachirurgie

Tracheachirurgie

Was ist eine Trachealstenose?

Als Trachealstenose bezeichnet man eine Verengung der Luftröhre. In Deutschland  entsteht sie bei Erwachsenen am häufigsten als Folge längerer Beatmung, einer Intubation oder eines Luftröhrenschnitts oder aber im Rahmen einer sogenannten idiopathischen subglottischen Trachealstenose (ISGS), seltener liegen z.B. Autoimmunerkrankungen, Strahlenfolgen oder auch Tumoren zugrunde. Typische Beschwerden sind ein hörbares Atemgeräusch (Stridor), zunehmende Atemnot sowie gelegentlich Husten oder Heiserkeit. Für die Wahl der geeigneten Behandlung sind vor allem Lage und Ausdehnung der Engstelle entscheidend.

Was ist eine Tracheaquerresektion?

Während leichtere, narbige Engstellen häufig endoskopisch – etwa durch Aufdehnung – behandelt werden können, bietet die operative Entfernung des verengten Abschnitts die dauerhafteste Lösung. Bei der Tracheaquerresektion wird das betroffene Segment der Luftröhre entfernt und die gesunden Enden anschließend direkt wieder miteinander vernäht. Liegt die Verengung sehr hoch, unmittelbar unterhalb des Kehlkopfs, ist eine anspruchsvollere sogenannte cricotracheale Resektion erforderlich, bei der auch Anteile des Ringknorpels mitentfernt werden müssen. Die Gesunde Trachea wird dann so modelliert und in den Kehlkopf eingepasst, dass nur noch gesunde Schleimhaut verbleibt.

Unser Vorgehen

Die Rekonstruktion der Luftröhre gehört zu den technisch anspruchsvollsten Eingriffen der Thoraxchirurgie und erfordert eine präzise Präparation sowie eine spannungsfreie, exakte Naht der Atemwege. Wir führen diese Eingriffe in unserer Klinik mit langjähriger Erfahrung durch, in enger interdisziplinärer Abstimmung mit HNO-Heilkunde, Anästhesie und Pneumologie, um für jede Patientin und jeden Patienten das für Lage und Ausdehnung der Stenose passende Verfahren zu wählen.

Vorteile der operativen Rekonstruktion

  • Dauerhafte Beseitigung der Engstelle statt wiederholter kurzfristiger Aufdehnungen
  • Sehr gute Langzeitergebnisse
  • Wiederherstellung einer normalen Atemwegsweite
  • Erhalt der Stimm- und Kehlkopffunktion durch besonders schonende Operationstechnik

Ablauf der Operation

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose über einen Hautschnitt am Hals, bei tiefer gelegenen Stenosen gegebenenfalls in Kombination mit einem Zugang zum Brustkorb. Der verengte Abschnitt der Luftröhre wird entfernt, die gesunden Enden werden sorgfältig readaptiert und vernäht. Bei Eingriffen nahe der Stimmbänder legen wir besonderen Wert auf eine stimmschonende Technik.

Nach der Operation

Die Patientinnen und Patienten werden in den ersten Tagen nach der Operation engmaschig überwacht, häufig zunächst mit leicht nach vorne geneigter Kopfhaltung, um die Nahtstelle zu entlasten. Eine logopädische Begleitung kann bei Veränderungen der Stimme sinnvoll sein. Die weitere Erholung erfolgt in enger Abstimmung mit den behandelnden Fachdisziplinen.

Ihr Beratungsgespräch

Ob ein endoskopisches Verfahren ausreicht oder eine operative Rekonstruktion für Ihre langfristige Lebensqualität die bessere Wahl ist, besprechen wir gerne in einem persönlichen Gespräch. Dabei gehen wir auf Ihre individuelle Krankengeschichte, die Bildgebung sowie Chancen und Risiken des Eingriffs ein. Vereinbaren Sie gerne einen Termin über unsere Ambulanz.