Kathrein Steiner
Anmeldung & Auskunft
Patient:innen mit chronischen Schmerzen schildern oft eine lange Leidensgeschichte. Neben den Schmerzen selbst leiden sie auch unter den Folgen ihrer Beschwerden, wie körperliche Leistungseinschränkungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Mutlosigkeit sowie oft an einer verminderten Möglichkeit, bestimmten Dingen des Lebens Positives abzugewinnen, sich zu freuen.
Anhaltende chronische Schmerzen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen sowie zu hohem Leid der Betroffenen und des persönlichen Umfeldes, insbesondere von Familie, Partnerschaft, aber auch Freunden und Kollegen, führen.
Durch das Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen gelingt es, zum Wohle der Patient:innen verschiedene Therapiemethoden sinnvoll zu kombinieren. Der Kerngedanke der interdisziplinären Schmerztherapie ist, dass sich verschiedene Fachgebiete bei der diagnostischen Abklärung und der Behandlung des aktuellen Schmerzerlebens gegenseitig unterstützen und ergänzen. Die Abteilung verfolgt deshalb einen ganzheitlichen Behandlungsansatz.
Die Abteilung für Multimodale Schmerztherapie des Asklepios Fachklinikums Stadtroda verfügt zurzeit über zehn Betten. Für die Patient:innen stehen modern eingerichtete Zimmer mit TV- und Telefonanschluss sowie eigenem Sanitärbereich zur Verfügung. Sowohl die Therapieräume der Physio- als auch der Ergotherapie sind neu gebaut und modern ausgestattet. Ein Schwimmbad komplettiert die Behandlungseinrichtungen.
Sollte sich zur Diagnosesicherung oder zur Optimierung der Therapie die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen ergeben, stehen alle diagnostischen Möglichkeiten des Fachklinikums zur Verfügung.
Dazu zählen:
Das Behandlungskonzept basiert auf neuesten Erkenntnissen der Schmerztherapie und verbindet somatische und psychosomatische Aspekte der Behandlung chronischer Schmerzen. Um die gemeinsam mit den Patient:innen erarbeiteten Therapieziele zu erreichen, kommen eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Therapieverfahren zum Einsatz. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die physiotherapeutische und psychosomatische Behandlung gelegt.
Aktivierende physiotherapeutische Maßnahmen und medizinische Trainingstherapie,
z. B. Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis, Rückenschule, Muskelaufbautraining, Ergometertraining, Wassergymnastik, Nordic Walking
Weitere physiotherapeutische Therapiebausteine wie:
Patientenschulung und Informationsvermittlung zur Schmerzentstehung und zur besseren Schmerzbewältigung
Ressourcenorientierte und stützende Einzel- und Gruppenpsychotherapie
Erlernen und Anwenden von Entspannungsverfahren, z. B. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, autogenes Training, Bio-Feedback
Training der Körperwahrnehmung durch regulative Musiktherapie und kommunikative Bewegungstherapie
Indikationsspezifische medikamentöse, im Bedarfsfall auch invasive Schmerztherapie, z. B. Infusionen, Blockaden, Botulinumtoxinbehandlung
Alternative schmerztherapeutische Verfahren, z. B. Akupunktur, Neuraltherapie, lnjektionstherapie
Ergotherapie, u.a. Möglichkeit der Behandlung mit VR-Brille
Bildwandlergestützte, wirbelsäulennahe Blockaden, z. B. PRT, Facettenblockaden.
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